Aluminium ist nach Sauerstoff und Silicium das dritthäufigste Element in der Erdkruste, damit aber das häufigste Metall. Allerdings kommt es - wie alle unedlen Metalle - dort nicht in reiner, sondern praktisch ausschließlich in gebundener Form vor.

Wichtigstes industriell nutzbares Aluminium-Erz ist Bauxit. Es enthält ungefähr 60 % Aluminiumhydroxid [Al(OH)3 und AlO(OH)], etwa 30 % Eisenoxid (Fe2O3) und Siliciumdioxid (SiO2).

Bauxit-Förderung und Reserven (2008):

Land Förderung Reserven
Australien 64,0 5800
China 32,0 700
Brasilien 24,0 1900
Guinea 14,0 7400
Jamaika 14,0 2000
Indien 13,0 770
Russland 6,0 200
Venezuela 5,5 320
Surinam 5,0 580
Kasachstan 4,9 360
Griechenland 2,4 600
Guyana 2,0 700
andere Länder 6,8 3400
Welt gesamt 190 25.00


Quelle: Wikipedia


Verhüttung



Bauxit » Tonerde (Aluminiumoxid)
Das im Bauxit enthaltene Aluminiumoxid/-hydroxid-Gemisch wird zunächst mit Natronlauge im Bayer-Verfahren gemischt, um es von Fremdbestandteilen wie Eisen- und Siliciumoxid zu befreien. Anschließend wird es überwiegend in Wirbelschichtanlagen, aber auch in Drehrohröfen, zu einem weißen Pulver, dem Aluminiumoxid (Al2O3, auch Tonerde genannt) raffiniert.

Tonerde » Aluminium Die Aluminiumverhüttung erfolgt ausschließlich durch die Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid nach dem Kryolith-Tonerde-Verfahren (Hall-Héroult-Prozess). Dabei wird die Tonerde in einem Kryolithbad aufgelöst und anschließend der Elektrolyse zugeführt. Der starke elektrische Strom wird durch das Becken geleitet und trennt das Aluminium-Metall von der chemischen Lösung. Das gewonnene Primäraluminium wird von den Schmelztiegeln in Öfen gebracht, gereinigt und dann in handelbare Formen gegossen. Dieses unlegierte Material hat üblicherweise einen Reinheitsgehalt von 99,7 %. Aus vier Tonnen Bauxit entstehen ca. zwei Tonnen Aluminiumoxid. Aus zwei Tonnen Aluminiumoxid entsteht ca. eine Tonne Aluminium.