Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete von Aluminium ist das Bauwesen. Jährlich werden 500.000 t in Deutschland für Bauprojekte verarbeitet, wobei Fenster- und Türrahmen, aber auch Fassadenbekleidungen die Haupteinsatzgebiete sind. Danach folgen Anwendungen für Dächer, Wände, Tragekonstruktionen sowie Rahmen für Solaranlagen.

Grund für diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die Kombination günstiger Werkstoffeigenschaften: Das geringe Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Materialfestigkeit ermöglicht sowohl leichte als auch stabile Konstruktionen. Außerdem zeichnet sich Aluminium durch eine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit aus, die zusätzlich durch Legieren bzw. eine Oberflächenbehandlung verstärkt werden kann. Dadurch wird eine jahrzehntelange Haltbarkeit und Wartungsfreiheit erzielt.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Dach der Kirche San Giocchino, das 1897 in Rom erbaut wurde und immer noch in Funktion ist. Selbst die Herstellung kompliziertester Profilsysteme kann aufgrund der hervorragenden Umformbarkeit von Aluminium kostengünstig umgesetzt werden. Insbesondere die gute Wärme- und Schallisolierung prädestiniert Aluminium für den Einsatz im Fassaden- und Fensterbau. Ein Beispiel: der Taipei 101, einer der höchsten Wolkenkratzer der Welt, besitzt 120.000 qm Fassadenfläche.

Aluminium als Werkstoff bietet eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Design und Optik, hält jahrzehntelang und kann bei einem Rückbau ohne Qualitätseinbußen recycelt und neuen Verwendungszwecken zugeführt werden.